Pflegereform: Manuela Schwesig kritisiert Kompromiss von Union und SPD scharf

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Pflegekompromiss der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. „Das heutige Ergebnis zur Pflege ist leider keine Reform. Wir brauchen eine echte Reform, die Familien entlastet und nicht weiter belastet“, sagte Schwesig dem „Spiegel“.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe „nichts aus den Wahlen gelernt“ und setze „leider auf ein Weiter so“, kritisierte die SPD-Politikerin. Pflege dürfe nicht zu Armut führen. „Deshalb muss jetzt dringend über die Vorschläge für einen Pflegedeckel gesprochen werden“, forderte Schwesig.

Außerdem sei die unterschiedliche Finanzierung der Pflege durch gesetzliche und private Kassen ungerecht. „Daher brauchen wir jetzt eine wirkliche Reform dieser Strukturen“, verlangte die Ministerpräsidentin.

Union und SPD hatten sich erst kurz vor der Kabinettssitzung an diesem Mittwoch auf eine Pflegereform geeinigt. Strukturreformen sollen aber erst in einer Expertenkommission erarbeitet werden, die in der kommenden Woche vom Kabinett beauftragt werden soll.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Gewerbesteuer 2026 auf Rekordhoch: DIHK warnt vor stiller Standortbremse durch steigende Hebesätze

    Die Gewerbesteuerlast für Unternehmen in Deutschland ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Das zeigt eine Auswertung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), über die die „Welt am…

    Bundeswehr plant eigenes Drohnenregiment

    Die Bundeswehr will bis 2027 ein eigenes Drohnenregiment aufbauen, das als selbstständiger Verband für unbemannte Systeme fungiert. Das sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag bei einem Besuch auf dem…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert