Brandenburger Grüne fordern Konsequenzen nach LEAG-Umplanung in Welzow

Die Brandenburger Bündnisgrünen fordern nach der von der LEAG angekündigten Umplanung im Tagebau Welzow-Süd ein Ende der Verzögerungen und konkrete Folgen. Das teilte der Landesvorsitzende Clemens Rostock am Freitag mit.

Das Unternehmen habe dem Braunkohlenausschuss erklärt, das südlich angrenzende Restfeld nicht mehr abbauen zu wollen und die Kohleförderung bereits 2030 zu beenden, statt wie ursprünglich geplant 2033.

Rostock kritisierte Widersprüche in der Kommunikation der LEAG. Das Unternehmen habe in seinem Revierkonzept von 2021 bereits ein Ende des Tagebaus für 2030 proklamiert, damals aber noch mit der vollständigen Auskohlung des Feldes.

„Diese Widersprüche zeigen: Die Öffentlichkeit soll im Unklaren bleiben, während intern längst gerechnet und umgesteuert wird“, sagte Rostock. Die Umplanung dürfe nicht zu einem neuen jahrelangen Stillstand führen.

Die Grünen fordern, dass die Reduzierung des Tagebaus genutzt wird, um die Bergbaufolgenplanung neu auszurichten, insbesondere für einen deutlich kleineren Restsee.

„Ein überdimensionierter Restsee wäre wasserwirtschaftlich und klimapolitisch verantwortungslos“, so Rostock. Sie verlangen einen verbindlichen Zeitplan ohne weitere Verzögerungen für das Braunkohlenplanverfahren, das nach aktuellen Angaben frühestens Ende 2027 entschieden werden könnte.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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