RBB geht in Berufung im Schlesinger-Prozess

Der Verwaltungsrat des RBB geht im Rechtsstreit mit seiner früheren Intendantin Patricia Schlesinger gegen Teile des Urteils des Berliner Landgerichts in Berufung. Das habe der Verwaltungsrat auf seiner Sitzung am 5. August beschlossen, teilte der RBB am Dienstag mit.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Krüger teilte mit, Ziel sei es, „finanziellen Schaden“ von den Beitragszahlern sowie vom RBB abzuwenden. Konkret will das Aufsichtsgremium erreichen, dass das Kammergericht feststellt, dass Schlesinger „für ihre Entscheidungen in Sachen Bonuszahlungen und ARD-Zulage persönlich haftbar ist“.

Zudem verlangt der RBB Schadenersatz für das eingestellte Projekt „Digitales Medienhaus“ (DMH). „Darüber hinaus ist es unser Anliegen, die Kosten des Projekts Digitales Medienhaus von ihr zurückzuverlangen“, so Krüger. Das Projekt wurde Ende 2022 beendet, der RBB fordert mehr als 12,9 Millionen Euro plus Zinsen.

Das Landgericht hatte den Komplex „Digitales Medienhaus“ vom Verfahren abgetrennt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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