Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat die geplante gesetzliche Begrenzung von Indexmieten als „viel zu zaghaft und viel zu spät“ kritisiert. Der wohnungspolitische Sprecher Daniel Trepsdorf sagte, dass der Schritt zwar überfällig sei, die Deckelung auf 3,5 Prozent ab 2027 angesichts bereits erfolgter massiver Mieterhöhungen jedoch wie ein „politisches Placebo“ wirke.
Trepsdorf verwies darauf, dass in Deutschland rund 43 Millionen Menschen zur Miete wohnen.
In Ballungszentren gebe ein Großteil der Mieter bereits heute zwischen 30 und 40 Prozent des Einkommens für die Miete aus. Die Mieter seien seit Jahren den Dynamiken eines deregulierten Marktes ausgesetzt, der Renditen über soziale Sicherheit stelle.
Die Linke fordert stattdessen einen bundesweiten Mietendeckel, eine sofortige Verschärfung der Mietpreisbremse und konsequentere Regelungen zu möbliertem Wohnen.
Zudem müssten die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau steigen und der Wohnungsbestand maßgeblich ausgebaut werden, da einzelne Anpassungen im Mietrecht nicht ausreichten, um Wohnen bezahlbar zu halten.
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