Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern finanzieren die Kindertagesförderung in diesem Jahr mit einer Rekordsumme von 964 Millionen Euro. Das teilte Bildungsministerin Simone Oldenburg am Dienstag in Schwerin mit.
Im Vorjahr waren es noch 936 Millionen Euro. „Land und Kommunen wenden in diesem Jahr so viele Mittel für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Förderung auf wie nie zuvor“, sagte Oldenburg.
Sie verwies darauf, dass es keine Wartelisten gebe und jedes Kind einen Platz erhalte.
Der Anteil des Landes an den Gesamtausgaben ist in diesem Jahr auf 55,2 Prozent gestiegen, was knapp 533 Millionen Euro entspricht. Die Kommunen stellen voraussichtlich 432 Millionen Euro bereit.
Damit trägt die Landesregierung im bundesweiten Vergleich den höchsten Anteil der öffentlichen Ausgaben für die Kindertagesförderung. Allein für die gebührenfreie Kita-Betreuung, die ausschließlich vom Land finanziert wird, werden über 230 Millionen Euro pro Jahr aufgewendet.
Mit den Mitteln werden der Betrieb der Einrichtungen und Qualitätsmaßnahmen finanziert.
Dazu zählen laut Ministerin eine neue Fachkraft-Kind-Relation von 1:14, ein Mindestpersonalschlüssel und die Beschäftigung von 1.200 zusätzlichen Fachkräften. Im Forum ‚Gute Kita 2030‘ wird derzeit beraten, wie die Kindertagesförderung bei sinkenden Geburtenzahlen und schwierigen Haushaltslagen gesichert und qualitativ verbessert werden kann.
In diesem Jahr besuchen 114.067 Kinder eine Kindertageseinrichtung oder -pflegestelle, was einem Rückgang von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

