Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat anlässlich des Equal Pay Days am 27. Februar mehr Engagement im Kampf gegen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern gefordert. Die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion, Elke-Annette Schmidt, teilte am Freitag mit, die systematische Abwertung von Frauenarbeit sei ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Problem, das in Deutschland nicht hinnehmbar sei.
Die Ursachen für den Gender Pay Gap lägen tief in veralteten Rollenbildern, die schon in der Kindheit geprägt würden und zu einer geschlechtsspezifischen Aufteilung des Arbeitsmarktes führten.
Typische Frauenberufe in Pflege oder Erziehung seien schlechter bezahlt als klassische Männerberufe, was sich später in der „Teilzeitfalle“ und einem höheren Risiko von Altersarmut für Frauen fortsetze, so Schmidt.
Die Fraktion fordert die Weiterentwicklung des Entgelttransparenzgesetzes zu einem echten Entgeltgleichheitsgesetz, das Unternehmen verpflichtet, Lohnungerechtigkeiten abzubauen. Zudem seien flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine gerechtere Verteilung der Sorgearbeit und eine stärkere Tarifbindung notwendig.
Das linke Justizministerium habe mit einem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm einen ersten Aufschlag gemacht, doch es bleibe noch viel zu tun.
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