Anlässlich des Welt-HPV-Tags hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) auf die anhaltend niedrigere Impfquote bei Jungen im Vergleich zu Mädchen hingewiesen. Im Jahr 2024 waren in Mecklenburg-Vorpommern zwar rund 78 Prozent der 18-jährigen Mädchen, aber nur 49 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig gegen Humane Papillomviren geimpft, wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport mitteilte.
Beide Werte liegen damit über dem Bundesdurchschnitt von 55 Prozent bei Mädchen und 36 Prozent bei Jungen.
Drese räumte mit dem verbreiteten Mythos auf, Jungen würden sich nur zum Schutz künftiger Partnerinnen impfen lassen. Jungen und Männer könnten selbst an durch HPV verursachten Krebsarten wie Peniskarzinomen, Analkrebs sowie Krebs im Mund- und Rachenbereich erkranken.
Eine Impfung im Alter von neun bis 14 Jahren mit zwei Dosen biete einen fast 100-prozentigen Schutz vor den neun häufigsten HPV-Typen und sei eine der wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention.
Die Kosten der Impfung werden bis zum 18. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das Land unterstützt die Aufklärung unter anderem mit der Website mv-impft.de, einem HPV-Impfflyer und Pilotprojekten an Schulen.
Acht von zehn Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, was in Deutschland jährlich zu mehr als 10.000 Krebsfällen führen kann.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
