Die Task Force PCK Schwedt hat in einer Sondersitzung über die Konsequenzen der Ankündigung Russlands beraten, ab 1. Mai kein Öl aus Kasachstan mehr nach Deutschland zu leiten. Das hat die Staatskanzlei Brandenburg am Mittwoch mitgeteilt.
An der Videokonferenz nahmen unter anderem Ministerpräsident Dietmar Woidke, Wirtschaftsministerin Martina Klement, der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Frank Wetzel, und der Sprecher der Geschäftsführung der PCK Raffinerie GmbH, Ralf Schairer, teil.
Woidke erklärte, die Auslastung der PCK sei stabil, eine Rohölversorgung im Mai bis 80 Prozent sowie die Arbeitsplätze seien gesichert. Polen trage bereits einen beträchtlichen Teil zur Auslastung bei.
Klement betonte, angesichts der Herausforderungen müssten schnell Alternativen geschaffen werden. Eine zuverlässige Versorgung der PCK sei wichtige Voraussetzung für eine stabile Produktion und die Sicherung des Standortes.
Wetzel sagte, die Bundesregierung flankiere die PCK dabei, entfallende Rohöllieferungen über alternative Bezugswege zu ersetzen.
Dazu gehörten insbesondere Gespräche, wie schnell zusätzliche Lieferungen über Danzig erreicht werden könnten. Im vergangenen Jahr hatte die PCK 2,15 Millionen Tonnen kasachisches Rohöl verarbeitet, was einem Anteil von rund einem Fünftel entsprach.
Mit 60 Prozent floss der weitaus größte Teil des Rohöls über den Hafen Rostock nach Schwedt, ein weiteres Fünftel kam über den Hafen Danzig.
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